Über den Verein

Die Geschichte des Jagdhundeführer e.V.

Im Jahr 2001 gründete eine Gruppe von 11 Hundeführern, die sich von Saujagden her kannte, einen Verein, der sich zum Ziel gesetzt hatte, Mitglieder zu unterstützen, deren Hund bei der Drückjagd zu Schaden oder zu Tode gekommen war.

Häufig war es so, dass ein Hund, der auf der Drückjagd geschlagen wurde, von seinem Führer zum Tierarzt gebracht wurde. Die Jagdgesellschaft löste sich auf und der Hundeführer saß mit den Tierarztkosten allein. Ziel des Vereins war es nun, die Jäger ohne Hund, welche von der Arbeit der Vierbeiner profitierten, an solch anfallenden Kosten zu beteiligen. So wurde vor jeder Drückjagd von jedem Schützen 1 Euro gesammelt. Das gesammelte Geld wurde in eine Solidarkasse eingezahlt.

Die Bauhundeführer sammelten pro gesprengtem Fuchs 3 Euro und die Nachsuchenführer nahmen pro Nachsucheneinsatz 5 Euro.
Das Geld aus dieser Solidarkasse wurde am Ende des Jagdjahres den zu Schaden gekommenen Hundeführern ausgezahlt. Voraussetzung für Auszahlung war eine dem Vorstand eingereichte Rechnung mit kurzer Fallschilderung, am besten mit Unterschrift des jeweiligen Jagdherrn.
Von der Gruendung des Vereins bis zum Ende des ersten Jagdjahres veraenderte sich die Anzahl der Mitglieder von 11 auf 58. Bis zum heutigen Tag konnte der Verein 100% aller eingereichten Schaeden bezahlen! Auch alle auf Jagden zu Tode gekommenen Hunde konnten durch Welpen ersetzt werden. Entscheidend für die Auszahlung ist, dass vor der Jagd gesammelt worden ist, bzw. der Jagdherr einen Obolus in entsprechender Höhe geleistet hat.

Die Akzeptanz für die Sammlungen war von Anbeginn sehr gut. Der Mitgliederzuwachs und die Verteilung auf der Fläche war von Anfang an sehr hoch. Dies hatte zu Folge, dass der Vorstand (der Verein gründete sich im Nordkreis Uelzen) schon bald viele seiner Mitglieder nicht mehr kannte. Man erweiterte also den Vorstand um einige aktive Mitglieder, um als Verein überall präsent zu sein und Ansprechpartner vor Ort zu haben. Auch zeigte es sich in seltenen Fällen, das ein Kontrollieren von Schadensmeldungen erforderlich ist. Das jedoch geht nur, wenn man die Reviere und entsprechende Inhaber kennt.

Mitglieder des Vereines zahlen einen Jahresbeitrag von 13 Euro, ursprünglich 25 DM. Dieses Geld soll nicht in erster Linie zur Schadensregulierung verwendet werden, sondern zur Förderung des Hundewesens. Mittlerweile fördern wir auch präventive Maßnahmen. 

Wir haben eine Schneiderin gefunden, die uns maßgeschneiderte Schutzwesten für unsere Hunde näht. Der Schlagschutzstoff kommt ursprünglich aus dem Fechtsport und wird von uns für unsere Mitglieder bis zu einer Höhe von 100 Euro bereitgestellt. Das Mitglied beauftragt nun eine Einzelanfertigung auf Wunsch und rechnet mit der Schneiderin ihre Leistung ab, ohne den Verein. Auf diese Art können die Kosten für solch eine Weste extrem gesenkt werden! Die Westen werden farblich so individuell gestaltet, dass man die Hunde auf weite Entfernung unterscheiden kann. Breite Reflektorbänder schützen im Straßenverkehr.

Die für die Westen verwendeten Cordurastoffe eignen sich auch für Beinlinge hervorragend. Diese sind extrem dornenfest und haben eine hohe Haltbarkeit Dadurch, dass sie massgefertigt sind, ist das Laufen darin längst nicht so ermuedent. Die bei den Hundewesten anfallenden Reste vom Schlagschutz werden in den Beinlingen so vernäht, dass sie die Brandadern vor Keilerschlägen und –bissen schützen.

Seit grade die griffigen Hunde durch Westen geschützt werden, gehen die Schadensmeldungen zurück.
Es hat schon ein Jahr gegeben, in dem auf Sammlungen gänzlich verzichtet werden konnte, da der Kassenbestand für 2 Jahre ausreichte!
Ziel ist keine Riesenbeträge anzusammeln.

Ein Kassenbestand von 7000Euro bei einer jetzt Mitgliederstärke von 135 jedoch anzustreben. Wenn dann mal der Kassenbestand nicht reichen sollte, kann immer noch der nach Jagdjahresende gehobene Mitgliedsbeitrag(1755Euro) als Puffer verwand werden. Dies kam bei uns in den vergangenen 14 Jahren noch nicht einmal vor. Solange wir kostendeckend und nicht übermaessig sammeln, wird uns die Akzeptanz sicher sein. Im schlimmsten Falle werden dann in einem Jahr mal nur 90- 95% ausgeschüttet. Man darf wirklich sagen, dieser Verein funktionierte vom Tag seiner Gründung.

Neue Beschlüsse

Auf der letzten Jahreshauptversammlung am 27. April 2022 wurden neue Beschlüsse bekanntgegeben.

E-Mail-Adressen

Um die Kommunikation mit den Mitgliedern zu vereinfachen bitten wir wir weiterhin um Angabe der E-Mail Adressen. Dieses betrifft natürlich nicht die Mitglieder, die diese bereits angegeben haben.

Hundeschutzwesten

Um auch jungen Hunden im Wachstum, für die die Anfertigung einer Maßweste noch nicht lohnt, Schutz durch eine Weste zu ermöglichen, steht eine Kiste mit gebrauchten Hundewesten bei Markus Tipp bereit. Aus diesem Fundus können Mitglieder eine Weste für Ihren Hund bekommen, bis dieser ausgewachsen ist.

Wir bitten daher alle Mitglieder, die noch eine nicht passende Hundeschutzweste zuhause liegen haben, diese ebenfalls diesem Fundus zu überlassen, damit andere Mitglieder/Hunde davon profitieren können.  Nehmt dafür bitte Kontakt mit Markus Tipp auf.

8 + 14 =

Email

info@jagdhundefuehrer.de